Am
27.01. ging unser Trip ins Zentrum also los! Wir waren wirklich aufgeregt und
haben uns richtig darauf gefreut. Die zwei anderen Deutschen, Marcel und Jan,
hatten wir ja schon vorher kennen gelernt. In der Nacht vorher haben wir in der
Nähe des Autoverleihs geschlafen, um dann am nächsten Morgen pünktlich unser
Auto abholen zu können.
Auf einem Parkplatz um die Ecke haben wir dann das Auto mit unseren Sachen
beladen. Erst dachten wir ja wir bekommen nie alles da rein, weil wir Zeug von
4 Leuten aus 2 großen Vans in einen kleinen 5-Sitzer packen wollten. Außerdem
sah der Kofferraum nicht gerade groß aus.
Aber wir haben schlussendlich alles rein bekommen, von jedem Auto etwas, sodass
wir von jedem das Beste dabei hatten :-)
Und
dann haben wir uns auf den Weg nach Port Augasta gemacht, dort wollten wir alle
Lebensmittel einkaufen, bevor wir uns endgültig auf den Weg ins Nichts und
Nirgendwo machten. Allerdings hat das alles ganz schön viel Zeit beansprucht,
sodass wir an dem Tag nur bis kurz vor Coober Pedy fahren konnten.
Unterwegs
haben wir dafür riesen Salzseelandschaften, in denen Nessy zuhause ist ;-),
gesehen, haben mehrere liegen gebliebene und ausgeschlachtete Autos oder Vans
gefunden und waren begeistert, wie die Erde einfach immer mehr rote Farbe angenommen
hat. Und das alles entlang des Stuart Highway, immer geradeaus, keine
Abbiegung.
Für
die Nacht haben wir bei einer Rest Area gehalten und uns erst mal was Leckeres
zu Abend gekocht.
Ich muss noch kurz sagen, dass die zwei Jungs wirklich sehr in Photographie
vernarrt waren. Marcel hatte zum Beispiel eine riesige und wohl auch teure
Kamera dabei mit Stativ und allem Drum und dran. Außerdem machte er Time Labs
(von denen ich zuvor noch nie gehört hatte, aber jetzt weiß ich was das ist und
wie es funktioniert) sowohl mit seiner Kamera als auch mit seiner GoPro Aktionkamera.
Von daher wurden wirklich immer, von allem, unendlich viele Bilder gemacht.
Noch schlimmer als ich ;-) Pablo hat danach nie wieder ein Wort verloren wenn
er mal kurz für ein Bild halten musste :-)
Mir ist das wieder eingefallen, weil an dem Abend so ein schöner Mond am Himmel
war und wir alle versucht haben ein super Bild davon zu bekommen. Ich bin
allerdings etwas näher ran und hab das hier geschossen! Ich finds einfach toll!
:-)
Am
nächsten Tag kamen wir also nach Coober Pedy, DER Opalstadt in Australien. Der
Ort zählt sicher zu den seltsamsten in Australien. Das liegt wohl daran, dass
das Gelände rings um Coober Pedy so durchlöchert ist wie Schweizer Käse und die
Einwohner aus Schutz vor der Hitze in so genannten Dug Outs, unterirdischen
Wohnhöhlen, leben.

Seit 1915 wird in Coober Pedy Opal gefördet und bis heute hat sich nur wenig an
der Schürftechnik geändert: meistens werden Löcher in die Erde gesprengt, aus
denen der Abraum per „Staubsauger“ zu den charakteristischen Maulwurfshügeln
aufgehäuft wird. Die Löcher werden anschließend nicht wieder aufgefüllt.
Man glaubt, dass bisher erst rund 15% aller vorhandenen Opale gefördert wurden.
Aber allein 80% aller weltweit produzierten Opale stammen aus Coober Pedy.

Wir
haben uns als erstes eine alte Mine, die heute mehr oder weniger ein Museum ist
angeschaut. Für einen ziemlich guten Preis konnten wir selbst durch die Mine
laufen und uns umschauen.
Anhand von Puppen wurde dargestellt wie zu Anfangszeit geschürft wurde. Und hin
und wieder konnte man sogar ganze Opalschichten in den Wänden erkennen oder
auch opalisierte Muscheln.
Am Ende gab es dann noch eine Ausstellung, wie Opale verarbeitet werden und
über eine richtige Dug Out Wohnung wurden wir wieder rausgeführt. Geräumig sind
die Wohnungen ja schon, vor allem wenn man bedenkt, dass man sich auch jeder
Zeit ein neues Zimmer dazu sprengen kann ;-)
Zu dem Bild noch kurz, auf dem Klodeckel stand: Kein Wasser. Bitte nicht benutzen!! Toiletten sind außen. Zu gut :-)
Anschließend
wollte ich mir unbedingt ein Souvenir kaufen, vor allem weil die Opale direkt
vor Ort ja gar nicht mehr so viel kosten. Aber für doch über 50$ hat mir nichts
zu 100% gefallen. Denn einerseits gab es tolle Ringe oder Ketten, aber ob der
Stein passt ist eine andere Sache. Da müssen beide Dinge zusammenspielen. Und
das hat nie wirklich zusammen gepasst, leider :-(
Zum
Lunch gab es dann Sandwich und zwar original aus dem Sandwichmaker,
angeschlossen über ein Converter an die Autobatterie xD
Dann
gings auch schnell weiter, weil wir bis zum Sonnenuntergang beim Uluru sein
wollten. Nach ein paar hundert Kilometern erreichten wir die Northern Territory
Grenze und dann war es gar nicht mehr so weit (australische Verhältnisse :-).
Unterwegs sah man auch immer wieder riesige Adler, die auf der Straße saßen und
kaum wegfliegen konnten, weil sie sich grad den Magen an einem toten Tier
vollgeschlagen hatten. Da muss man vorsichtig sein, dass man so ein Vieh nicht
mitnimmt, vor allem nicht mit dem Mietwagen. Wir haben zwar anfangs doch eine
Versicherung abgeschlossen, aber wir durften ja eigentlich nicht ins Outback
damit fahren.
Kurz
vorm NP dann haben wir die ersten Kamele in Australien gesehen. Beziehungsweise
Dromedare, in Australien gibt es nur Dromedare, keine Kamele und trotzdem
nennen sie sie so ;-)
Es waren 3 oder 4 Stück.
Und
dann kamen wir am Uluru an, wir hatten aber noch etwas Zeit zum
Sonnenuntergang, also bereiteten wir das Abendessen schon mal vor. Dann ging
die Sonne unter. Es haben sich so viele Leute eingefunden, um dem
Sonnenuntergang beizuwohnen, obwohl wir wirklich in der Nebensaison dort waren.
Auch sonst waren nicht viele Leute unterwegs, naja wer geht auch schon im
Hochsommer ins Outback?!
Doch dort, zum Sonnenuntergang wurde der ganze Zaun bestellt!
Es war auch wirklich ganz schön anzusehen, weil die Sonne im Rücken
untergegangen ist und Uluru somit rot bestrahlt wurde. :-)
Das
Beste kam aber erst im Anschluss. Wir waren beim Essen und es war auch
furchtbar dunkel, da ging, bestimmt eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang, der
Mond auf! Mir war das bis dahin gar nicht so aufgefallen. Sonst ist der Mond ja
auch bereits schon am Himmel. Aber es war super! Es ist zwar total ungewöhnlich
den Mond aufgehen zu sehen, aber man sieht, wie er am Anfang richtig groß ist
oder vielleicht auch nur so erscheint und dann immer kleiner wird, bis er ganz
oben am Himmel steht. Wunderschön anzusehen. :-)
Und
somit waren wir im Zentrum angekommen, wir sind zum Zelten wieder aus dem NP
raus gefahren, auf eine Rest Area und am nächsten Tag haben wir uns im Uluru
Kata Tjuta NP umgesehen.
Davon
bald wieder mehr, jetzt geht’s erst mal in Pool ;-)
Viele liebe Grüße Vany & Pablo
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